Pädagogische Einblicke 3 – März 2025 – Alexander Tischendorf

Kleine Schritte, große Wirkung: So bleibst du motiviert (Alexander Tischendorf)

(For English version click here!)

Das Üben eines Instruments ist nicht immer leicht – ganz besonders wenn es mal an der Motivation fehlt. Allerdings ist es genau dann wichtig, nicht aufzugeben. Immerhin geschieht musikalische Entwicklung nicht einfach über Nacht, sondern durch kontinuierliche Arbeit. Deshalb braucht man nicht nur eine Strategie für das Üben selbst, sondern auch für den eigenen Antrieb. Denn nur wer wirklich dranbleibt – selbst in kurzen Einheiten – wird langfristig Fortschritte sehen.

In diesem Blogbeitrag von Alexander Tischendorf stellen wir fünf Tipps vor, die die Motivation aufrechterhalten.

Alexander Tischendorf mit einem KLANGwelt-Schüler

1. Jeden Tag ein bisschen was:

Oftmals neigen Musiker*innen dazu, in kurzer Zeit viel erreichen zu wollen. Leider geht dieser Plan nur selten auf, was sich negativ auf die Motivation auswirkt, weil die Erfolge ausbleiben. Dabei ist es viel sinnvoller, sich jeden Tag ein kleines Ziel zu setzen. Dies fördert nicht nur einen stetigen Fortschritt, sondern erleichtert auch das Erreichen größerer Meilensteine.

2. Einfach mal anfangen:

Der erste Schritt ist oft der schwierigste und benötigt häufig die meiste Motivation. Wer es allerdings schafften, den inneren Schweinehund zu überwinden und mit dem Musizieren zu beginnen, kommt schnell in einen Flow. Der Rest ist dann ein Kinderspiel – das sollte man sich stets vor Augen führen.

3. Fortschritt passiert langsam:

Musikalische Weiterentwicklung ist ein schrittweiser Prozess. Statt auf schnelle Erfolge zu hoffen, ist es ratsam, die kleinen Verbesserungen zu schätzen und aus ihnen die Motivation zu ziehen. Denn diese schleichende Entwicklung führt zu einer nachhaltigen und festen Grundlage für musikalisches Können.

4. Musik lernen ohne Instrument:

Die Motivation kann auch außerhalb der instrumentalen Praxis gefunden werden. Singen, Pfeifen oder Tanzen zu den Melodien, die es zu lernen gilt, hilft nicht nur, den Rhythmus zu verinnerlichen, sondern fördert auch die musikalische Vorstellungskraft. Außerdem erhält es die Freude an der Musik.

5. Ein neues schweres Stück als Zielsetzung:

Für eine langfristige Begeisterung kann es sinnvoll sein, sich eine persönliche Herausforderung zu setzen. Ein neues und komplexes Stück kann beispielsweise eine hervorragende Motivationsquelle sein. Die Auseinandersetzung mit schwierigeren musikalischen Passagen fördert nicht nur das technische Können, sondern auch die Freude am Überwinden von Herausforderungen.

Fazit:

Motivation ist eine enorme Schlüsselkomponente für den Erfolg bei der eigenen musikalischen Entwicklung. Um diese zu bewahren, sollte man sich darauf konzentrieren, täglich kleine Schritte zu gehen, einfach mal anzufangen, den langsamen Fortschritt zu schätzen, musikalisch auch ohne Instrument aktiv zu sein und sich anspruchsvolle Ziele zu setzen. Die Freude am Musizieren und der nachhaltige Erfolg gehen dann bei der eigenen musikalischen Reise Hand in Hand.